Bruno Krumbeck

Meine Geschichte

Meine Triathlon-Reise begann mit acht Jahren – im Schwimmbad, wo ich als Anfänger kaum den Mut hatte, ins Wasser zu gehen. Heute ist das kaum vorstellbar.

Sport spielte damals keine große Rolle in meinem Leben. Ich probierte vieles aus, fand aber keine echte Leidenschaft. Das änderte sich, als ich im Programmheft meines Heimatvereins SuS Stadtlohn auf Triathlon stieß. Die Vielseitigkeit und Herausforderung dieses Sports haben mich nachhaltig begeistert.

Bis ich 13 war, blieb Triathlon ein Hobby. Ich trainierte regelmäßig und nahm an ein paar Rennen teil, doch das Training hatte oft das Nachsehen, wenn Freunde riefen. Mit meinem ersten Jahr im Deutschland-Cup änderte sich alles: Aus dem Hobby wurde eine Leidenschaft. Der Gewinn des DTU-Cups im ersten Jahr motivierte mich enorm.

In den folgenden Jahren wurde das Training immer intensiver. Ich durfte mit dem Landeskader NRW ins Trainingslager und erlebte viele Erfolge – aber auch Rückschläge. Einer der prägendsten Momente war 2023, beim ersten Rennen der Saison in Forst. Nach dem Start verlor ich plötzlich das Bewusstsein und musste von der DLRG gerettet werden. Diese Erfahrung hat mir die Grenzen des Sports und die Bedeutung von Sicherheit vor Augen geführt. Ich möchte mich an dieser Stelle von Herzen bei der DLRG für ihren schnellen und professionellen Einsatz bedanken – ohne euch wäre das Rennen anders ausgegangen.

2023/2024 wurde ich in den Nationalkader 2 berufen, und das Jahr entwickelte sich zu meinem bisher erfolgreichsten. Vom Sieg beim DTU-Cup in Halle über den 7. Platz beim Europacup in Holten bis zur Nominierung in den Bundeskader – es war eine fast perfekte Saison. Aber auch hier zeigte mir der Sport immer wieder, wie wichtig mentale Stärke ist: Der Stress rund um mein Abitur, die Entscheidung für einen Stützpunkt und die Wohnungssuche in Freiburg beeinflussten meine Leistung spürbar. Das Rennen in Tabor hat mir einmal mehr gezeigt, wie essenziell ein klarer Kopf für den Erfolg ist.

Nach der DM Elite in Hannover begann ein neuer Lebensabschnitt: Gemeinsam mit meiner Freundin zog ich nach Freiburg. Nach nun über 2 Jahren in Freiburg bin ich aber immer noch der Überzeugung, dass es genau die richtige Entscheidung war. Auch wenn ich etwas unterschätzt habe, was so eine große Veränderung alles mit sich bringt und dass es vielleicht auch sportlich nicht direkt alles richtig läuft. Nichtsdestotrotz habe ich sehr viel gelernt – nicht nur über den Sport, sondern vor allem auch mental und über das Leben. Meine erste Saison in der Elite hat mir einiges beigebracht und auch den einen oder anderen Erfolg mit sich gebracht. Ich freue mich auf mehr.